Annas Art und Weise

Der kreative DIY- und Familienblog

Piratengeburtstag: Eine fertige Schatzsuche zum kostenlosen Herunterladen.

10. März 2022
girlande

Ende Januar ist B schon ganze vier Jahre alt geworden. Das musste natürlich gefeiert werden. Er wünschte sich einen Piratengeburtstag. Also plante und organisierte ich eine abenteuerliche Geburtstagspiratenschatzsuche für ihn und seine vier Gäste. – Das Fest ist nun gefeiert und die Schatzsuche zu Ende gesucht.

Damit nun aber nicht all meine Mühen für immer auf der Festplatte versauern, möchte ich das Ganze gerne mit euch teilen, sodass ihr meine fertige Schatzsuche zum kostenlosen Herunterladen und Ausdrucken bekommt.


geburtstag

Bisher gab es bei uns noch keine großen Kindergeburtstagsfeiern. Das ist übrigens in einer Pandemie als Winter-Kind auch gar nicht so einfach. Eigentlich hätte ich gerne schon letztes Jahr einen Kindergeburtstag organisiert. Aber gut, es sollte nicht so sein. Doch jetzt, mit vier Jahren war es wirklich an der Zeit, dass B diesen Tag auch mit seinen Freunden feiert.

einladung3

Seinem Wunsch für einen Piratengeburtstag kam ich gerne nach. Wir bastelten zusammen Piratenköpfe als Einladungen und weil es gerade so viel Spaß machte, bastelten wir auch gleich noch eine ganze Girlande zum Dekorieren.

Übrigens: Möchtest du mehr über die Piratenköpfe wissen (und sehen), dann lese dir auch unbedingt meinen Beitrag „Zubehör für die Piratenschatzsuche basteln“ durch. Dort findest du Bildserien und Beschreibungen zu den gebastelten Dingen, die hier in der Piratenschatzsuche auftauchen.

Die Gäste waren also eingeladen. Fehlten uns nur noch ein paar Ideen für das Partyprogramm. Und was würde bei einem Piratengeburtstag näher liegen als eine Schatzsuche?

INdoor-Piratenschatzsuche für den Winter

Deshalb plante ich für die Feier eine piratenmäßige Indoor-Schatzsuche. Draußen an der frischen Luft wäre es mit Sicherheit schöner und entspannter gewesen. Wenn es denn mit dem Wetter passt. Da das im Winter aber eine eher unsichere Sache ist, entschied ich mich schlussendlich doch lieber für drinnen.

Ich kannte vorher noch keines der eingeladenen Kinder, da wir hier erst seit vier Monaten wohnen. Also plante ich ein wenig ins Blaue hinein. Wo dran haben die Kinder Spaß und welchen Schwierigkeitsgrad können die Aufgaben haben? Es sollte ja schließlich nicht zu schwer und nicht zu leicht sein. Und vor allem: Alle sollten Spaß haben!

eine Geschichte aus Hinweisen, Spielen und Aufgaben – aber ohne großE Rätsel

Ich entschied mich deshalb recht schnell, eine Suche ohne das übliche große Rätselraten zu planen. Die Idee war eine Schatzsuche, die nicht allzu lange dauert und aus eher aktiveren Aufgaben besteht. In der Hoffnung, dass so alle am Ball bleiben und mitmachen können. Die Schatzsuche basierte grundsätzlich auf verschiedenen Aktionsstationen, während eine kurze knappe Geschichte, verpackt in wenige Sätze, als ein roter Faden durch das Abenteuer führte.

Jede Station war so aufgebaut, dass es immer mindestens fünf Dinge zum Suchen, Machen oder Erarbeiten gab (= fünf Kinder). Und auch wenn es nicht immer an jeder Stelle hundertprozentig auf ging, bin ich doch im Großen und Ganzen sehr zufrieden gewesen mit meiner Schatzsuchen-Planung.


Die Schatzsuche für den Piratengeburtstag


Die Schatzkarte

Eine Schatzkarte richtig zu lesen ist für jüngere Kinder manchmal noch nicht so einfach und unter Umständen zu abstrakt. Außerdem besteht bei einer fertigen Karte die Gefahr, dass einige schon vorlaufen. Aber was wäre eine Piratenschatzsuche ohne Schatzkarte?

Die Schatzkarte für eine gelungene Piratenschatzsuche auf dem Kindergeburtstag. Eine fertige Schatzsuche zum kostenlosen herunterladen.

Richtig, nur halb so toll! Also entwarf ich zwar eine Suche, die im Schnitzeljagdstyl funktionierte, in der es aber trotzdem eine Schatzkarte gab. Diese diente dabei allerdings eher als eine Art Sammelstelle für die wegweisenden Symbolbilder.

Schatzkarte 1 1

Zu Beginn der Schatzsuche gab es für jeden eine leere Karte und diese füllte sich erst allmählich mit jedem gefundenen, gewonnenen oder erarbeiteten Symbolkreis. Das heißt, am Ende der Stationen wurde jedes Mal ein neues Symbolbild aufgeklebt.

Schatzkarte2

Bei unserer Schatzsuche bekam jedes Kind eine eigene Schatzkarte. Das muss nicht so gemacht werden, es funktioniert auch gut mit einer einzigen. Ich fand einfach die Idee schön, dass am Ende jeder seine eigene Piratenschatzkarte als Erinnerung mit nach Hause nehmen kann.


Die Symbolkarten

Hinweiskarten

Für jede Station gab es mehrere Hinweiskarten mit unterschiedlichen Funktionen. Die Zusammengehörigkeit der Karten ist ganz einfach an den gleichen Symbolen zu erkennen.

1.Die Hinweiskarte mit dem Symbolbild

Sie ist die Haupthinweiskarte und verrät, wo es als nächstes hingeht.

Diese Hinweiskarte hat in etwa die Größe einer Butterbrot-Papiertüte und lässt sich somit super auf dieser festkleben. So nutzte ich sie meistens zusätzlich noch als Verpackung für die Schatzkartenkreise.

HinweiskartenSymbole2
Hinweiskarten2

2.Die Hinweiskarte mit dem Text

Hier drauf befindet sich immer der nächste Teil der kurzen Geschichte, die durch die Piratenschatzsuche führt.

Diese Hinweiskarte wird zwar mit versteckt, Kindergartenkinder können den Text aber natürlich noch nicht selber lesen. Das heißt, ich als spielleitende Person, war immer mit dabei und las am Ende jeder Station die neu gefundene Textkarte vor.

Der letzte Absatz bezieht sich immer auf die Aufgabenstellung an der nächsten Station. Er kann schon gleich mit vorgelesen werden oder erst bei der neuen Station – oder beides.

Ich habe ihn nach dem Auffinden direkt mit vorgelesen und bei Bedarf noch einmal bei der neuen Station in Erinnerung gerufen.

3. Die Symbolkreise für die Schatzkarte zum Aufkleben

Einzeln ausgeschnitten passen die Kreise genau auf die Kreise der Schatzkarte und können dort aufgeklebt werden.

Da bei uns jedes Kind eine eigene Schatzkarte hatte, versteckte ich auch an jeder Station immer so viele Kreis-Symbole, wie es Kinder gab.

Schatzkartenstationen
TürsymbolKanone 1

4.Die Türsymbole

Diese großen Symbolblätter sind eigentlich eher eine Art Markierungen und weniger ein Hinweis.

Sie markierten den Ort der Station und waren bei uns an den geschlossenen Zimmertüren angebracht.


Die Stationen

Station nr.1 – Die Verwandlung

– Text der Hinweiskarte –

„Ahoi Piratenbräute und alte Seebären, es geht jetzt auf eine abenteuerliche Schatzsuche. Denn Kapitän Schwarzbart hat euren goldschatz geklaut und gut versteckt.

verwandelt euch als erstes in richtige piratinnen und piraten. bastelt euch piratenhüte, setzt eure augenklappen auf und markiert eure beutesäcke.

Die Hinweise, um in See stechen zu können, geben euch eure Papageien.“

Piratenhuete basteln

Für den Start in die Piratenschatzsuche und damit auch in die erste Station hatte ich mir die aller erste Texthinweiskarte griffbereit zurechtgelegt. Als Einstieg musste ich sie nur noch hervorholen, vorlesen und schon konnte das Abenteuer losgehen.

Die „Verwandlung in echte Piraten“ bestand aus einer kleinen Mal- und Bastelaktion. Hierbei durften die Kinder ihre Papierhüte und Stoffsäcke bemalen. Die Hüte konnten zusätzlich noch mit Stickern und bunten „Papageien“-Federn verschönert werden.

Eine gute Alternativ-Idee wäre auch: Die Kinder bekommen ihre Schatzkarten schon direkt am Anfang und können diese dann noch bunt anmalen. So können sie ihre Karten während der Suche auch besser auseinanderhalten.

Die Bastelei sollte allerdings nicht zu lange und aufwendig werden, denn nicht jedes Kind bastelt gleich gerne. So eine Verwandlungsaktion kann schnell zu einem kleinen Spagat zwischen den ausgiebigen Gerne-bastel-Kindern und den Ich-mache-drei-Striche-und-bin-fertig-Kindern werden. Außerdem ist eine Schatzsuche an sich sowieso immer schon ein Spagat zwischen den Schnellen und denen, die es eher ruhiger angehen.

Piratenhüte basteln um als Pirat auf Piratenschatzsuche zu gehen.

Die ganze Bastelaktion fand an unserem großen Tisch im Esszimmer statt. Denn dort war genug Platz zum Ausbreiten der ganzen Mal- und Bastelutensilien. Und da die Schatzsuche direkt nach dem Kuchenessen losging, saßen praktischerweise schon allem am Tisch. Ich musste nur noch schnell das Essen zur Seite räumen und die Bastelsachen auf den Tisch stellen. Im Vorfeld hatte ich dafür extra eine große Tasche mit all den Dingen bereitgestellt.

Um die Verwandlung danach noch abzurunden, lagen außerdem fertig gekaufte Augenklappen und die (von mir im Vorfeld) gebastelten Piratenpapageien bereit.

Die Augenklappen waren bei den Kindern nicht so beliebt. Sie landeten mehr oder weniger direkt in den Beutesäcken. Bei den Vorbereitungen hatte ich noch gedacht, es gehört irgendwie dazu und ist eine schnelle und einfache Verkleidung zum Piraten. Im Nachhinein würde ich sagen – ich kanns verstehen. Ist ja auch nicht so angenehmen und vor allem nicht wirklich praktisch, wenn die ganze Zeit ein Auge zu ist. Ob ich es noch mal mit Augenklappen machen würde? Schwer zu sagen. Immerhin kosten sie nicht so viel und Zeit musste ich dafür auch keine investieren – aber so richtig praktisch sind sie eben nicht.

Die fertig präparierten Papageien – mit den Schatzkarten und neuen Hinweisen drin – platzierte ich schon vor der Feier oben auf der Esstischlampe. Und als dann die Frage aufkam, wie es nun weiter geht, las ich noch einmal den letzten Teil der Hinweiskarte vor und jeder durfte sich einen der Papageien aussuchen.

Eine Bildserie, wie ich die Piratenpapageien gebastelt habe, findest du auf meinen Instagram– und Facebook-Profilen oder in dem Beitrag „Zubehör für die Piratenschatzsuche basteln“.

Sie ließen sich mit der Hilfe von Pfeifenputzern am Handgelenk tragen und ab einer gewissen Länge geht es sogar auf der Schulter. Das ist zwar ganz witzig – und am Handgelenk funktioniert es tatsächlich auch ganz gut – ist aber für die gesamte Dauer der Schatzsuche nicht so praktisch. Nach und nach verschwanden also auch die Papageien in den kleinen Beutesäcken. Würde ich die Piratenpapageien noch mal machen? Ja, würde ich. Denn auch wenn sie nicht auf Dauer tragbar waren, so waren sie doch ein super Hinweisversteck, sehr dekorativ und auch gar nicht so aufwendig zu basteln.

Benötigt wurde:

Versteckt wurden:

  • Die Schatzkarten
  • Die Hinweiskarte „Schiff“
  • Die Schatzkartenkreise „Schiff“

Ich hatte die „Schiffs“-Kreise schon auf die Schatzkarten geklebt. Als die Kinder dann bei der nächsten Station die neuen Symbolkreise fanden, ergab sich daraus die Logik des Sammelns und Aufklebens recht gut.


die erste Station auf der Piratenschatzsuche ist das Schiff

Station Nr.2 – In See stechen

– Text der Hinweiskarte –

„Super, ihr habt euch nun alle piratenmäßig verwandelt. jetzt kann die Reise los gehen.

Hört und seht euch erst alle Hinweise gut an. Dann geht an Bord eures Schiffes und stecht in See.

Fangt die seltenen Papageienfische in diesem Meer. Sie haben magische Leuchtarmbänder und Hinweise bei sich. um weiter zu kommen, müsst ihr sie erst alle angeln.“

Angelspiel für die Piratenschatzsuche
Angelspiel

Die zweite Aufgabe bestand aus einem Angelspiel. Auf der Oberseite der bunten Papier-Fische gab es Pappstreifen, die als Henkel dienten. So konnten sie mit der Hilfe von improvisierten Angeln (Metallhacken und Paketschnur) aus dem „Wasser“ gefischt werden. Auf der Rückseite klebten die neuen Hinweise und die Knicklichter.

Auch zu den Fischen findest du noch mehr Bilder und Beschreibungen im Blogbeitrag „Zubehör für die Schatzsuche basteln“.

selbstgebautes Piratenschiff für den Kindergeburtstag

Praktischerweise hatten wir zum Zeitpunkt der Feier noch große Kartons vom Möbelkauf über, sodass ich ruckzuck ein super Piratenschiff basteln konnte. (Welches nach der Piratenschatzsuche noch ordentlich ins freie Spiel eingebaut wurde.) Das Schiff ist aber für die Station und Aufgabe nicht zwingend notwendig. Eine Alternative könnte zum Beispiel auch eine blaue Decke neben dem Sofa oder einem umgedrehten Tisch sein.

Der großzügige Platz rund um das „Schiff“ war sehr vorteilhaft, denn so konnten alle Fische gut verstreut drumherum liegen und alle Kinder probierten sich gleichzeitig am Angeln aus. Das verkürzt die Zeit und keiner wird ungeduldig.

angeln

Bei uns hat sich das Wohnzimmer dafür angeboten. Denn hier war genügend Platz und außerdem konnte so das Schiff nach der Schatzsuche noch ordentlich bespielt werden. Diese Station hat wirklich gut geklappt und ich würde sie immer wieder so in die Schatzsuche einbauen. Ich bin sogar noch am überlegen, ob ich nachträglich ein paar schöne Malvorlagen für die Fische entwerfen sollte. Denn das selbst gemachte Angelspiel ist auch ohne Schatzsuche lustig.

Benötigt wurde:

  • Papierfische mit Henkel (zum Angeln)
  • Für jeden einen Haken an einer Schnur – Die Metallküchenhaken[Anzeige/Partnerlink] vom schwedischen Möbelhaus eignen sich super dafür.
  • Optional: einen großen Pappkarton oder umgedrehten Tisch als Piratenschiff und blaue Decken oder Tücher als Meer.

Versteckt wurden:

  • Die Hinweiskarte „Krake“
  • Die Schatzkartenkreise „Krake“
  • Knicklichter (für jeden eins)
  • Plus: bei uns noch die Hinweiskarte „Treppe“, da es ab dieser Station nur noch im Obergeschoss weiter ging.

Das Krakensymbol für die Piratenschatzsuche zum kostenlosen herunterladen

Station Nr.3 – Die Tiefsee

– Text der Hinweiskarte –

„Gratuliere, ihr habt es geschafft alle papageienfische zu angeln.

taucht nun ab bis auf den grund der dunklen tiefsee. benutzt eure magischen armbänder und folgt den bunten lichtern in der verzauberten unterwasserwelt.

dort werdet ihr auch neue hinweise und drei kanonenkugeln finden. mit deren hilfe könnt ihr das schiff von kapitän schwarzbart entern.“

Die Tiefsee auf unserer Piratenschatzsuche
Tiefseeversteck

Diese Station ging recht schnell und einfach – und das war auch gut so. Ansonsten wäre die Schatzsuche wohl etwas zu lang geworden. Die Aufgabe bestand lediglich darin, im dunklen Zimmer neuen Hinweise und Gegenstände zu suchen. Die Verstecke (fünf Stück – für fünf Kinder) waren mit Spuren aus Knicklichtern markiert.

tiefsee3

Der Raum war sorgfältig abgedunkelt (zum Glück haben wir Rollläden) und auch den Flur davor habe ich zusätzlich verdunkelt. Denn so kamen die bunten Lichter richtig gut zur Geltung. Je dunkler, desto besser.

Die Kinder haben den Raum danach nur noch das Geisterzimmer genannt (auch, wenn es eigentlich Kraken in der Tiefsee sein sollten). Sein Ziel hat die Station auf jeden Fall nicht verfehlt. Denn diese Aufgabe sollt vor allem Spannung erzeugen und ein klein wenig Mut kosten. Und ich denke, das ist auch ganz gut gelungen.

Benötigt wurde:

  • Leuchtstäbe/Knicklichter Klein[Anzeige/Partnerlink] und Groß[Anzeige/Partnerlink]
  • Dunkelheit
  • Luftballons
  • Schnur
  • Optional: Krepppapier in Blautönen – was auf den Bildern nicht ganz so gut zu sehen ist – ich hatte die Schnur quer durchs Zimmer gezogen und mit blauen Krepppapierstreifen behängt (ähnlich wie auf der Schatzinsel am Ende). Das ist für die Aufgabe nicht wirklich wichtig, erhöht aber die Spannung und das Gefühl, Unterwasser zu sein.

Versteckt wurden:

  • Die drei Kanonenkugeln für die nächste Station. (Wir benutzten Jonglierbälle, die sind schön schwer und lassen sich dadurch gut werfen.)
  • Die Hinweiskarte „Kanone“
  • Die Schatzkartenkreise „Kanone“

Hinweis: Ich habe die drei „Kanonenkugeln“ einzeln versteckt und die Hinweise auch auf zwei Verstecke aufgeteilt. So hatten alle fünf Kinder eine Spur, der sie folgen konnten und etwas zum Finden.


Das Kanonensymbol für die Schatzsuche

Station Nr.4 – Schiff entern

– Text der Hinweiskarte –

„Gut gemacht! ihr habt die kanonenkugeln gefunden.

fahrt nun auf hohe see und findet das schiff von kapitän schwarzbart.

feuert eure gefundenen kanonenkugeln auf den kapitän und seine crew und entert so das schiff. denn einer aus der mannschaft hat den schlüssel für eure schatztruhe.“

Was wäre ein Piratengeburtstag ohne Dosenwerfen?
Dosenwerfen

Nachdem in der „Tiefsee“ die drei Kanonenkugeln gefunden wurden, sollten die natürlich auch zum Einsatz kommen. Und zwar beim Dosenwerfen. Fast schon ein Klassiker für den Kindergeburtstag.

Bei dieser Station wird das Schiff von Kapitän Schwarzbart durch das Abwerfen der Dosentürme geentert. Die neuen Hinweise stecken natürlich in den Dosen. Außerdem gab es in ein paar Dosen noch ein wenig Beute (Gummibärchentüten) zu finden.

Auf einem Kindergeburtstag geht auch mal Dosenwerfen im Schlafzimmer

Natürlich gab es auch hier nicht einen einzigen großen Turm, sondern fünf einzelne kleine Türme. So hat jeder die Chance bekommen mit zu machen, ohne das einer gleich am Anfang schon den ganzen Turm abräumt. Da wir nur drei Bälle hatten, waren die Kinder einzeln nacheinander dran.

Benötigt wurde:

  • Jede Menge leere Blechdosen mit lustigen Piratengesichtern drauf. (Dosenhöhe messen, passenden Streifen vom A4-Papier abschneiden, in der Mitte den Piratenkopf aufmalen und dann Anfang und Ende mit Klebestreifen an der Dose festkleben)
  • Bälle (werden bei der vorherigen Station „Tiefsee“ versteckt)

Versteckt wurden:

  • Die Hinweiskarte „Anker“
  • Die Schatzkartenkreise „Anker“
  • Ein bisschen Beute (z.B. etwas Süßes) für jeden

Hinweis: Bei uns gab es nur drei Bälle. Also mussten sich die Kinder mit dem Werfen abwechseln.

Die Beute diente vor allem dazu, mindestens in fünf Dosen (also in jedem Turm mindestens eine Dose) etwas verstecken zu können.


TürsymbolAnker

Station Nr.5 – vor Anker gehen

– Text der Hinweiskarte –

„Oh ho, piratenbande. gemeinsam habt ihr die schlacht gewonnen.

doch der gesuchte schatztruhenschlüssel ist bei der schlacht leider ins wasser gefallen.

Um ihn zu finden, müsst ihr mit eurem schiff vor anker gehen und die wassermassen nach dem schlüssel durchsuchen. Sucht auch nach hinweisen auf das versteck der truhe.“

vor anker gehen3

Für diese Fühl- und Wühlstation bediente ich mich ein paar Klassikern aus dem Bereich sensorisches Spielen (sensory play). Ich färbte Reis und Kichererbsen blau ein und kaufte blaue Wasserperlen (auch bekannt als Hydroperlen) und füllt die „Wassermassen“ in Boxen, die sich zum Wühlen eignen.

Möchtest du mehr über „sensorisches Spielen“ (sensory play) erfahren, oder ist es sogar totales Neuland für dich? Dann lies meinen Text: „sensorisches spielen“ in dem du ein paar grundlegende Infos dazu findest.

Kindergeburtstag mit sensory play

Den „Schlüssel“ (Farbwürfel) und die Hinweise versteckte ich in diesen Boxen. Möglichst an Stellen wie zum Beispiel die Ecken oder flach am Boden, damit die Suche nicht zu schnell zu Ende ist. Für die Verstecke in den Wasserperlen benutzte ich kleine Schmuckdöschen, da es sehr feucht in den Kisten ist.

Die Kreissymbole teilte ich wieder in drei verschiede Pakete auf, damit alle fünf etwas zum Suchen und zum Finden hatten. Der Plan ging zwar nicht ganz auf, da manche zwei Sachen und manche gar nichts fanden, aber ich glaube, es hatten trotzdem alle Spaß am Wühlen und Suchen.

Piratenschatzsuche mit sensorischem spiel

Tipp: Möchtest du wissen, wie ich den Reis gefärbt habe? Du findest auf meinem Blog auch den Beitrag „Bunter Reis – eine sensorische Spielidee“, indem ich es dir Schritt für Schritt zeige.

Übrigens: Die Perlen und der Reis müssen nach dem Geburtstag nicht entsorgt werden. Sie lassen sich noch ewig lange in Boxen aufbewahren und immer wieder bespielen. Zu beachten ist dabei allerdings, dass sie nicht gemischt werden. Denn die Wasserperlen sind feucht (bis nass) und der Reis muss zwingend trocken bleiben, damit er nicht schimmelt. Am einfachsten ist es, wenn du dich nur für eine Variante entscheidest (also entweder feucht oder trocken). So kann im Eifer des Geburtstagsgefechts nichts gemischt werden.

Zu den Wasserperlen wird es von mir später noch mal einen ausführlichen Beitrag geben. (Sobald er fertig ist werde ich ihn hier verlinken). Deshalb das wichtigste hier in Kürze:

  • Sie können entweder im feuchten Zustand in einer Box aufbewahrt werden oder du lässt sie wieder eintrocknen – dann werden sie wieder klein.
  • Wurden sie schon viel bespielt oder von vielen verschieden Kindern, kannst du sie einfach in einer Schüssel mit Wasser und Spülmittel „waschen“.
  • Springen mal welche im Zimmer herum oder werden am Boden zertreten … Wenn du die Zeit hast, lass sie am Besten eintrocknen – dauert allerdings etwa einen Tag. Denn dann lassen sie sich supereinfach wegsaugen. Manchmal habe ich sie auch schon im feuchten Zustand weggesaugt. Allerdings nur, wenn der Beutel sowieso bald gewechselt werden musste.
vor anker gehen2

In jedem Fall würde ich die Kisten auf einer blauen Decke oder Ähnlichem platzieren. Wir nutzten dafür ein blaues Bettlaken. Zum einen unterstreicht es die zusammenhängenden Wassermassen und zum anderen ist es praktisch, weil eigentlich immer etwas daneben geht. Das kann man gar nicht verhindern. Mit einer Decke kann zumindest der Großteil danach einfach zusammen genommen werden.

Benötigt wurde:

Versteckt wurden:

  • Die Hinweiskarte „Schatzinsel“
  • Die Schatzkartenkreise „Schatzinsel“
  • Der Schlüssel für die Schatztruhe (Farbwürfel)

Hinweis: Die Päckchen, welche in den Wasserperlen versteckt werden, sollten aufgrund der Feuchtigkeit einigermaßen wasserfest sein. Bei uns funktionierten kleine Schmuckdöschen gut (mit Klebeband verklebt).


TürsymbolInsel

Station Nr.6 – die Schatzinsel

– Text der Hinweiskarte –

„Da ist er endlich, der schlüssel. jetzt fehlt euch noch die schatztruhe.

segelt zur schatzinsel und findet die geheimnisvolle höhle, die mit einem kreuz markiert ist.

Aber vorsicht! geht nur auf den steinen, in den flüssen gibt es krokodile. dann kämpft euch durch den dschungel.“

schatzinsel2

Dies ist die letzte Station auf dem Weg zur Schatztruhe. Ähnlich wie schon die „Tiefsee“- und „Vor Anker gehen“-Station dauerte auch diese nicht sehr lange. Zumindest bis die Kinder die Truhe in den Händen hielten. Doch die Schatztruhe musste ja auch noch geöffnet werden – schließlich wurde dafür ja extra ein Schlüssel aus dem Wasser gefischt.

– Text der Hinweiskarte –

„hervorragend, ihr haltet die schatztruhe in euren händen.

um sie nun aber öffnen zu können, müsst ihr erst die bunten verschlüsse aufsprengen.

nehmt dafür den schlüssel zur hilfe. würfelt reihum so lange weiter bis ihr alle schnüre öffnen konntet.“

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Die letzte Aktion zum Öffnen der Schatztruhe ist ein Würfelspiel. In der Dose für den Schlüssel befindet sich ein Farbwürfel. Auf diesem finden sich alle Farben der Schnüre wieder sowie einen Joker, bei dem die Farbe frei wählbar ist. Die entsprechende Hinweiskarte, die Anleitung und die Schatzkartenkreise waren an der gefundenen Schatztruhe befestigt.

Unseren Würfel entlieh ich aus dem Spiel „Noch mal so gut“. Es gibt solche Farbwürfel aber auch in vielen Kleinkindspielen – zum Beispiel in „Obstgarten“, „Würfelzwerge“ oder „Schneckenrennen“. Wer kein solches Spiele zu Hause hat, kann so einen Farbwürfel in der Regel auch für kleines Geld einzeln im Spielzeugladen kaufen.

Auch für das Krokodil und die Schatztruhe findest du Bilder und eine Anleitung im Beitrag „Zubehör für die Piratenschatzsuche basteln“.

Benötigt wurde:

  • Rutschfeste Unterlagen, die als Steine dienen können
  • Gutes Versteck für die Schatztruhe
  • Grünes Kreppband
  • Ein Pappkrokodil – oder ein Kuscheltierkrokodil oder Ähnliches
  • Schatztruhe – oder einfach eine Kiste
  • Bunte Bänder – Bei uns war es Geschenkband
  • Farbwürfel (wird in der vorherigen Station Nr.5 versteckt)

Versteckt wird:

  • Die Hinweiskarte „Schatztruhe“
  • Die Hinweiskarte „Spielregeln“
  • Die Schatzkartenkreise „Schatztruhe“
  • Die Schatztruhe

Die fertige Schatzsuche zum kostenlosen herunterladen

Du kannst im folgenden Abschnitt nun sämtliche PDF-Dateien der fertigen Schatzsuche kostenlos herunterladen. Zusätzlich gibt es auch noch ein paar Leer-Vorlagen. Mit deren Hilfe kannst du die Schatzsuche individuell anpassen, erweitern und/oder abändern. Die PDFs kannst du alle einzeln anklicken und herunterladen. Oder du lädst dir das Gesamtpaket ganz am Ende des Beitrags als ZIP-Datei herunter.

Die PDFs sind als DIN A4 Blätter fertig gelayoutet. Du musst sie nur herunterladen, ausdrucken und ggf. noch ausschneiden.

Die Schatzkarte

Hier kannst du die Schatzkarte mit den passenden Symbolkarten herunterladen. Da die Symbole ausgeschnitten und aufgeklebt werden, kannst du die Piratenschatzsuche im Prinzip auch noch individuell verändern. Zum Beispiel die Reihenfolge der Stationen oder auch die Symbole selbst. Dafür findest du auf Blatt 2 noch einige leere Kreisvorlagen.

Die Schatzkarte für die fertige Schatzsuche zum kostenlosen Herunterladen.
Die leere Schatzkarte
Schatzkartenstationen
Die Schatzkartenkreise zum Ausschneiden – Blatt 1
Schatzkartenstationen2
Die Schatzkartenkreise zum Ausschneiden – Blatt 2

Hinweiskarten mit Text

Sie erzählen die Geschichte in einzelnen Abschnitten. Die Geschichte ist absichtlich supereinfach und kurz gehalten, sodass sie auch für jüngere Kinder mit etwas kürzerer Aufmerksamkeitsspanne und geburtstagsbedingter Ungeduld und Aufregung gut zu erfassen ist.

Der letzte Absatz auf den Hinweiskarten beschreibt immer die Aufgabe der nächsten Station. Er kann direkt mit vorgelesen werden oder erst, wenn die Kinder bei der nächsten Station angekommen sind. Um auch hier individuell anpassen zu können, gibt es auf dem letzten Blatt leere Hinweiskarten.

Hinweiskarten2
Hinweiskarten 1 und 2
Hinweiskarte1
Hinweiskarten 3 und 4
Hinweiskarte3
Hinweiskarten 5 und 6
Hinweiskarten4
Hinweiskarten 7 und 8
HinweiskartenLeer
Leere Hinweiskarten für eigenen Ideen

Hinweiskarten ohne Text

HinweiskartenSymbole2
Bildkarten 1
HinweiskartenSymbole1
Bildkarten 2

Türsymbole

Die Türsymbole sind eigentlich die Markierungen für die jeweilige Station – bei uns klebten sie an den geschlossenen Zimmertüren. Sie könnten aber zum Beispiel auch als Wegweiser (einfach Pfeile drunter oder drüber malen) oder Markierungen anderer Art genutzt werden. Es sind große Symbole auf einem DIN A4 Format.

Türsymbol Piratenschiff für die Schatzsuche zum kostenlosen herunterladen
Türsymbol Schiff – „Station Nr.2 in See stechen“
TürsymbolKanone 1
Türsymbol Kanone – „Station Nr.4 Schiff entern“
TürsymbolInsel 1
Türsymbol Insel – „Station Nr.6 die Schatzinsel“
TürsymbolKrake 1
Türsymbol Krake – „Station Nr.3 die Tiefsee“
Türsymbol Anker für die Piratenschatzsuche zum kostenlosen herunterladen
Türsymbol Anker – „Station Nr.5 vor Anker gehen“
TürsymbolKreuz 2
Türsymbol Kreuz – Markierung für die Schatztruhe

Gesamtpaket als Zip-Datei

Die fertige Schatzsuche zum kostenlosen Herunterladen als Gesamtpaket (Zip-Datei)


Puh, ziemlich viel Input in einem Beitrag, oder? Deshalb habe ich auch sämtliche Anleitungen und Fotofolgen für das gebastelte Zubehör ausgelassen und in einem eigenen Beitrag hinterher geschoben. Du findest sie unter: „Zubehör für die Piratenschatzsuche basteln.

Ich hoffe, du hattest Spaß beim Lesen meines Piratengeburtstagsbeitrags und vielleicht hilft es dir beim nächsten Kindergeburtstag weiter.

Hast du noch offene Fragen oder Anregungen zu meiner Piratenschatzsuche? Dann schreib mir gerne! Ich freue mich über jede Rückmeldung und jede Frage und werde alles so gut es geht beantworten. Einfach in einer E-Mail an info@annasartundweise.de oder als Kommentar unter diesem Beitrag.

Habt einen schönen Tag! – Eure Anna


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– Annas Art und Weise –

Viel Spaß beim Selbermachen, Nachmachen, Mitmachen und/oder Weiterdenken.

– Anna

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